Das Wort Ramadan leitet sich vom Wort„ ramadh “ab. Ramaz bedeutet sinngemäß ‘‘das Erhitzen der Steine durch die kräftigen Sonnenstrahlen“ İn diesem Monat spürt man den Hunger und die Durst ziemlich gut. Daher wird es auch überliefert, dass dieser Monat Ramadan genannt wird, weil aufgrund des Fastens die Sünden der Gläubigen verbrannt werden. Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders. Dieser richtet sich nach dem Mond.

Der Ramadan, der Monat der Barmherzigkeit, des Segens und der Vergebung, ist eine besondere Zeit, in der es unzählige Schönheiten gibt. Der Ramadan gilt als heiliger Monat. Während diesem Monat ist der Koran als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden. Im letzten Drittel des Fastenmonats ist die „Lailat al-Qadr“, die „Nacht der Bestimmung“. Das Tarawih–Gebet, Itikaf (das sich zurückziehen im Monat Ramadan), Zakatul Fitr werden nur im Monat Ramadan verrichtet. Fasten im Ramadan ist einer der fünf  Säulen des Islam. Der Prophet Mohammad s.a.v. informierte uns darüber, dass die Tore des Himmels in diesen Monat bis zum Ende geöffnet sind. In vielen Versen und Hadithen wird überliefert, dass  diejenigen, die den Monat Ramadan auf die schönste Weise verbracht  haben, dafür im Himmel belohnt werden.

Vor dem Monat Ramadan beginnen alle Muslime der Welt mit den intensiven Vorbereitungen. Die Häuser werden hergerichtet und notwendigen Einkäufe für den Ramadan erledigt. Besondere Spezialitäten werden für die Gäste zubereitet. In muslimischen Ländern werden Städte speziell für den Ramadan beleuchtet und im ganzen Land herrscht eine festliche Atmosphäre. In Ländern, wo Muslime verschiedener Herkunft sich zusammentreffen,  verbringt jeder Muslim den Ramadan auf seiner eigener Art und Weise, beziehungsweise nach den allgemeinen Bräuchen ihrer Herkunftsländer.  Während in diesem Monat die Bräuche und Sitten mit großer Sorgfalt gepflegt und die die Gefühle von  Zusammengehörigkeit und Einigkeit aufleben, kommen Menschen jeglicher Herkunft und Religion an sogenannten Iftar Tischen zusammen. Im Ramadan genießen alle Muslime die Aufregung und das Glück, den heiligen Monat auf die schönste Weise verbringen zu können.

Die Begeisterung und Vitalität des Ramadan ist in vielen Bereichen des täglichen Lebens spürbar. Ramadan-Aktivitäten und Iftar-Essen werden in Moscheen und Vereinen organisiert.  Im Vergleich zu anderen Monaten hat der Monat Ramadan mit seiner Anbetung und Traditionen einen besonderen Platz im Leben der Muslime. Allen Muslimen bedeutet der Ramadan sehr viel, sie legen einen  großen Wert auf ihn. Das Iftar-Essen mit Familien, Verwandten und Freunden, spirituelle Begeisterung für Tarawih Gebete, das Gespräch mit den Freunden bis zur Sahur, sind nur einige Schönheiten des Monats. Der Ramadan ist auch eine einzigartige Gelegenheit, die Verwandtschaftsbeziehungen, die Nachbarschaft und die Geschwisterlichkeit zu stärken.

Eine der schönsten Seiten des Monats Ramadan ist die seelische Reinigung, der Selbstschutz von Handlungen, die als Sünde betrachtet werden und die Bereicherung des Herzens mit schönen Willen wie Demut, Barmherzigkeit und Großzügigkeit. In diesem Monat lernen wir Geduld und Mitgefühl. Wir verstehen besser, was Hunger und Durst bedeuten, wenn wir es selber kennenlernen. Wir entwickeln Empathie für Menschen, die durch Hunger in Not sind. Wir reagieren noch empfindlicher auf die Probleme der Bedürftigen, der Flüchtlinge und der Obdachlosen, die unter schwierigen Bedingungen ums Überleben kämpfen. Während diese Gefühle und Gedanken uns dem Gefühl der Geschwisterlichkeit näher bringen, wollen wir etwas Gutes tun und helfen gleichzeitig Bedürftigen in ihrer Not. Außerdem möchten wir dass sie an der spirituellen Atmosphäre des Ramadan Teil haben. Insbesondere im Ramadan gewinnt das Bewusstsein für die Notwendigkeit gegenseitiger Hilfe und das Bedürfnis, mit anderen zu teilen, mehr an Bedeutung. Unter dem Motto „Bruderschaft erfordert das  Teilen.“ freuen wir uns darauf, unser Essen mit
unseren muslimischen Brüdern und Schwestern in ärmeren Regionen, zu teilen. Die Gläubigen, die sich ALLAH nähern möchten, sorgen sich um Bedürftige und um Probleme ihrer muslimischen Geschwister so, als wären sie persönlich davon  betroffen.

„Ramadan – Zeit zum Teilen”

Die internationale Hilfsorganisation WEFA, die Hauptsitzt in Köln hat, führt seit 12 Jahren Ramadan-Projekte durch, um Bedürftigen weltweit einen schönen Ramadan zu ermöglichen. WEFA lässt Hilfsbedürftige überall auf der Welt auch im Ramadan nicht im Stich.

Der Verein hat mit dem Slogan „Ramadan: Zeit zum Teilen“  ihre Ramadan-Kampagne gestartet, um in diesem heiligen Monat die Gefühle der Brüderlichkeit und des Teilens zu betonen. Auch zum diesjährigen Ramadan versorgt  WEFA den Menschen, die durch Krisen, Kriege, Konflikte oder Naturkatastrophen in Not geraten sind, das Iftar-Essen, Lebensmittelpakete und  Zakat-Ul-Fitr. Weiterhin wird für Bedürftige, Flüchtlinge, Waisen, Studierende, Witwen und Älteren einen Monat lang das Mahl zum Fastenbrechen gegeben. WEFA möchte vor dem Ramadanfest (Eid al-Fitr) den insbesondere Waisen eine Freude bereiten und schenkt ihnen Festtagsgeschenke, so wie Kleidung, damit sie, auch wenn es nur für den Augenblick im Rahmen des Festes ist, ihr Waisentum vergessen. In 34 Länder wird das Ramadan-Projekt durchgeführt. Insbesondere sind es Länder wo Naturkatastrophen, Krisen, Konflikte, Hungersnot und hohe Flüchtlingswellen herrschen.

Wie kann man mit WEFA e.V. helfen?

Wenn man Projekte der WEFA unterstützen möchte, kann man über die Home­pa­ge  wefa.org oder telefonisch unter +49 221 880 64 80 spenden. Auch ist es möglich persönlich in den Büros vor Ort gegen eine Spendenquittung in Bar spenden. Die Spende kann auch direkt auf das Spendenkonto von WEFA geleistet werden.