Kenia – Humanität kennt keine Grenzen

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Kenia – Humanität kennt keine Grenzen

Teilen ist ohne Zweifel eines der schönsten Tugenden. Es schließt die Kluft zwischen Arm und Reich und stärkt die zwischenmenschliche Liebe, wodurch ein soziales Gleichgewicht geschaffen wird.

Der islamische Glaube, der alle Aspekte des Lebens umfasst, ist eine Religion der Nächstenliebe. Das Streben nach Güte und Hilfsbereitschaft wird stets gepredigt. Doch effiziente humanitäre Hilfe zu leisten birgt enorme Herausforderungen; Herausforderungen auf die sich die WEFA e.V. seit 2006 spezialisiert hat. WEFA fördert durch seine Agenda die Entwicklung und Festigung von humanitären Gefühlen, der Freundlichkeit und der Solidarität. Sie bildet die Schnittstelle zwischen hilfsbereiten und hilfsbedürftigen Menschen.

In kürzester Zeit wurden zahlreiche Projekte, in über 70 Ländern und Regionen der Welt realisiert und vielen Bedürftigen Hoffnung geschenkt. Der Hauptsitz befindet sich in Köln mit weiteren Zweigstellen in Berlin, Österreich, Belgien, Niederlande, Schweiz, Frankreich und neuerdings in der Türkei.

 

Durch Hilfeleistungen wird ein Band zwischen Bedürftigen und Wohltätern geknüpft und
die bereits vorhandene Empathie gegenüber Bedürftigen bestärkt, indem WEFA jene Lebensumstände der Leittragenden gut dokumentiert und an die Öffentlichkeit bringt.

WEFA Vorstandsvorsitzender Musab Aydın verdeutlicht, dass die Besuche, die zu bestimmten Jahreszeiten in verschiedenen Ländern durchgeführt werden, essentiell sind, um die Lage zu beurteilen und die Bedürfnisse der Menschen vor Ort festzustellen. So können Prioritäten gesetzt werden, um Projekte nach Bedarf entwickeln zu können.

Zu diesem Zweck wurde, vom 26. August bis zum 15. September die Reise nach Kenia in Angriff genommen. WEFA Ehrenamtlerin Hatice Şahin war auch dabei und erklärt uns ihre Eindrücke wie folgt: “Kenia hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Ich war genauso aufgeregt wie vor meiner ersten Reise nach Kenia. Wieder würden wir unsere Waisen dort sehen, wieder würden wir das Leben unserer Geschwister verschönern. Aufgrund dieser Aufregung verstrichen die Stunden einfach nicht. Nach einem langen Flug waren wir endlich in Kenia angekommen. Wir haben in verschiedenen Teilen Kenias unsere Hilfsaktivitäten verwirklicht und wurden bei jeder Gelegenheit mit einem Lächeln begrüßt. Insbesondere die Kinder zeigten uns ihre Liebe und Zuneigung. Wie sehr ich diese Engel vermisst hatte.”

Mit dem Motto: “Insan Insana Emanettir“, was so viel bedeutet wie “Der Mensch ist dem Menschen anvertraut”, hat sie mithilfe ihres Teams und ihrer Follower in den sozialen Netzwerken, in kurzer Zeit sehr viele Projekte in Kenia realisiert.

Hatice Şahin, die mit der Unterstützung von WEFA ihren Traum verwirklicht hat, bestätigt dies mit folgenden Aussagen: “Mein größter Traum war es, den Menschen in Afrika zu helfen. Bei meiner ersten Reise hatte ich das Mama Zaria-Waisenhaus besucht. Mama Zaria ist eine großherzige Wohltäterin, und die Gründerin des nach ihr benannten Waisenhauses “Mama Zaria”. Momentan leben dort 30 Waisenkinder zwischen 4 und 16 Jahren aufgeteilt auf 5 Zimmer. Neben Schlafzimmern sind auch Schulklassen vorhanden. Jedoch ist die Kapazität im Waisenhaus überschritten und noch wichtiger: die Bedingungen dort waren für Kinder nicht geeignet. Es ist ein Jahr her, seitdem ich das gleiche Waisenhaus in Kenia besucht habe. Aber dieses Mal war ich aufgeregter, denn ich durfte an der Eröffnung des Mama Zaria-Waisenhauses teilnehmen, das mit der Unterstützung von WEFA renoviert wurde. Somit wurden wir mit Liedern, fröhlichen Gesichtern und einem warmen Lächeln begrüßt. Ihr freudvolles Lachen ertönt immer noch in meinen Ohren. Ihre Umarmungen und ihr Lachen haben den besten Platz zwischen meinen schönsten Erinnerungen. Unsere Waisenkinder schlafen jetzt in einem warmen Zuhause. WEFA hatte sich wieder dafür eingesetzt, dass die Waisen friedlich und Sicherheit aufwachsen können. Ich war besonders berührt, als Mama Zaria mich mit offenen Armen und den Worten “Willkommen Zuhause!” empfangen hat. Sie nahmen mich auf als gehörte ich zur Familie – ich fühlte mich wie Zuhause. Ich erkannte, dass wir wirklich an etwas sehr wichtigem beteiligt waren, wir halfen diesen Menschen. Wir trafen auf Kinder, die nie weiße Menschen in ihrem Leben gesehen haben. Als wir zu Beginn Süßigkeiten verteilten, waren einige Kinder ein bisschen schüchtern. Sie gewöhnten sich jedoch allmählich an uns. Wir hatten ihnen Hoffnung und Freude geschenkt.”

“Im “WEFA Umut-Dorf” wurden wir mit Liedern empfangen”

Hatice Şahin erzählt uns auch von ihrem anderen Traum: “Mit der Unterstützung von WEFA haben wir für unsere Geschwister in Kenia Häuser bauen lassen und dem Gebiet den Namen “Umut-Dorf” gegeben, welches das “Dorf der Hoffnung” bedeutet. Wir wollten ihre Hoffnung aufrechterhalten. Die Spenden für die ersten 25 Häuser des Dorfes, das aus 50 Häusern bestehen soll, wurden in kurzer Zeit, auch mit dem Beitrag von sehr vielen Spendern aus unseren sozialen Netzwerken, gesammelt. Es war Zeit, die Häuser ihren neuen Besitzern zu übergeben. Die Einheimischen begrüßten uns mit Liedern, als wir in das Dorf gingen. Jeder war glücklich. Ich war und bin sehr berührt von den Herzen und dem wahrhaftigen Lachen dieser schönen Menschen. Ich verstand noch besser, wie wertvoll unsere Hilfeleistungen sind und welches Maß an Hoffnung sie den Menschen geben. Ich wurde wieder Zeugin vom Glück inmitten von Armut und der Freude eines Kindes, dem ein kleines Bonbon geschenkt wurde. Ja, diesen Menschen sind die grundlegendsten Bedürfnisse wie Wasser, Nahrung und Unterkunft entzogen. Ich fühle mehr Mitleid für uns als für diese Menschen dort, denn trotz der guten Bedingungen, in denen wir leben, sind wir nicht glücklich.

 

“Es war so, als würden wir uns schon seit Jahren kennen”

Hatice Şahin ist nur eine von vielen, die das Leben vieler Waisen mit der Unterstützung des WEFA Waisenpatenschaft-Projektes verschönert hat. Sie ist selbst Patin von einem kenianischen Waisenkind.

Sie beschreibt die aufregenden Momente, die sie erlebt hat, als sie ihren Waisen traf: “Es war ein unvergesslicher Moment für mich. Obwohl wir uns das erste Mal sahen, schienen wir uns seit Jahren zu kennen. Ich war aufgeregt … Sehr sogar… Er wurde mir vom Propheten anvertraut… Ich verspürte das Glück bis in meine Knochen, als ich seinen Kopf streicheln durfte..”

Sie besuchte die Waisen auch bei sich Zuhause: “Wir betraten ein Haus aus Stroh. Ich sah ein gehandikaptes Kind, welches mir sehr leid tat. Es gab weder ein richtiges Bett noch eine Couch oder eine Küche. Ein Ort, an dem wir nicht einmal einen Tag verbringen würden… Aber das war auch ein Zuhause. Ein warmes und sicheres Zuhause für diese Brüder.”

 

“WEFA verbreitet Hoffnung in verschiedenen Regionen”

Es werden jeden Monat Adaq-, Aqiqa- und Shukr-Qurban geopfert und an bedürftige Familien verteilt, die somit auch außerhalb des Qurban Festes Fleisch verzehren können. In den kenianischen Städten Garissa und Wajir wurden im September 40 Großvieh als Adaq, Aqiqa und Shukr-Qurban geopfert und an die Familien verteilt, die diese dankbar entgegennahmen. Auch Hatice Şahin war bei der Verteilung anwesend und traf folgende Aussagen: “Nach unserer Ankunft in Kenia haben sehr viele Wohltäter Adaq-, Aqiqa- und Shukr-Qurban gespendet. Sie haben uns durch soziale Netzwerke erreicht und alle dasselbe Ziel geteilt: die Tafel der Bedürftigen zu bereichern.”

Şahin erzählt, dass sie einen kleinen Jungen namens Hamza kennengelernt hat, während das Fleisch verteilt wurde: “Hamza… Der Junge mit dem zuckersüßen Lächeln, dem schönen Gesicht, der unschuldige Hamza … “Jetzt breitete sich das Gefühl von Hoffnung auf, welches ich in meinem Herzen wie eine zarte Blume aufwachsen ließ, aufgrund Hamzas Lächeln. WEFA ist keine Organisation, die nur hilft. All die Hilfeleistungen erreichen wirklich ihr Ziel, dies konnte ich erneut bezeugen. Und das Wichtigste: WEFA vermittelt Bedürftigen das essenzielle Lebenselixier: die Hoffnung.”

 

WEFA hat einen weiteren Traum verwirklicht

Şahin erzählt weiterhin von ihren mit der Unterstützung von WEFA verwirklichten Träumen: “Wir wollten in unserem “Umut-Dorf” auch einen Spielplatz errichten. Ich wollte, dass sich die kenianischen Kinder mich in ihren schönsten Erinnerungen haben. Dank der Unterstützung von WEFA hat sich auch dieser Traum verwirklicht. Ich habe in den sozialen Netzwerken eine Hilfskampagne initiiert, um nach Spenden zu bitten, woraufhin sich sehr viele Wohltätige gemeldet haben. Somit haben wir in kürzester Zeit Spenden gesammelt und den Spielplatz fertiggestellt. In unserem “Umut-Dorf” befand sich somit auch ein “Umut-Spielplatz”. Die Eröffnung fand auch statt. Die Kinder schrien vor Freude und ihre Aufregung beim Spielen war bemerkenswert. WEFA hatte erneut eine wertvolle Arbeit vollendet und den kenianischen Kindern eine schöne Kindheit beschert. Man hörte heiteres Lachen aus dem Umut-Spielplatz von afrikanischen kleinen Menschen mit schönen, unschuldigen Gesichtern und kleinen Händchen.”

 

“Mit voller Begeisterung öffneten die Kinder ihre Geschenkpakete”

WEFA verteilt in den Ländern, Taschengeld und Geschenke an Waisen und organisiert mit ihnen und ihren Familien Tafeln. Hatice Şahin erzählt mit Freude von ihrem Treffen mit den Waisen und dem Spaß, den sie gemeinsam hatten: “Wir waren mindestens genauso aufgeregt. Jedem einzelnen Kind haben wir Kleidung geschenkt. Sie öffneten die Geschenke sofort und zogen ihre Kleidung direkt vor Ort an. Wie sie sich gefreut hatten. Wir trafen auch ihre Mütter. Sie umarmten uns fest. Sie dankten uns von ihrem ganzen Herzen, was ich noch immer nicht vergessen kann. Wir waren eigentlich diejenigen, die ihnen danken sollten. Nur ihretwegen haben wir von Allah die Chance dafür bekommen, eine Wohltat zu vollbringen.

 

Wie sich die Wellen eines kleinen Tropfens auf der Wasseroberfläche verbreiten, vergrößert sich das Glück zu großen Kreisen

Hatice Şahin, die bei WEFA als Ehrenamtlerin tätig ist, hat auf sozialen Netzwerken eine Aktion gestartet und innerhalb kürzester Zeit das Geld für insgesamt 23 kenianische Wasserbrunnen gesammelt. Sie verdeutlicht die Notwendigkeit der Brunnen mit folgenden Worten: „Der Anfang des Brunnenbaus fand in Gebieten statt, in denen Menschen unter prekären Bedingungen leben. Zuerst wurde gebetet. Wir waren in den verschiedensten Gebieten von Kenia und in den trockenen Regionen gibt es kaum bis gar keine Wasserbrunnen. Die Landwirtschaft kann nicht in Regionen betrieben werden, in denen kein Wasser vorhanden ist. Wir begegneten Menschen, die ihr Wasser aus dem See holen mussten. Die Wasserbrunnen, die WEFA letztes Jahr errichten ließ, haben wir ebenfalls besucht. Dort habe ich eine nette Bekanntschaft mit einem älteren Herren gemacht, der mir erzählte, wie er seit seinem zwölften Lebensjahr täglich zwei Kilometer gehen musste, um Wasser zu holen. Der alte Mann berichtete mit strahlenden Augen, dass er durch den Brunnenbau von WEFA nicht mehr genötigt ist, das Wasser aus der Weiten Ferne zu holen. So wie ein Regentropfen auf dem Wasser Wellen schlägt, so hat sich selbst eine winzige Tat in der weiten Ferne verbreitet. Es bleibt leider noch sehr viel Arbeit zu verrichten. Was die Reise nach Kenia angeht, sie war sehr schön. Ein Gefühl voller Euphorie hat mich übernommen, da ich mit einem guten Gewissen abreisen durfte und wir aufgrund der Unterstützung von WEFA vielen bedürftigen Menschen das Leben verschönern konnten…“

 

Hatice Şahin hat uns mit ihrer Geschichte sehr berührt. Es gibt noch viel mehr zu berichten. Aber selbst viel von dem, was wir gehört haben, reicht völlig aus, um die schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in der Region zu verstehen. Aus dieser eindrucksvollen Erzählung schlussfolgern wir, dass Gottes Barmherzigkeit eine große Tugend und göttliche Gnade ist, um in der Lage zu sein, den Bedürftigen zu helfen.

In der Zwischenzeit hat Vorstandsvorsitzender Musab Aydin mit folgenden Worten betont, dass es einen Plan für zukünftige Aktivitäten geben wird: “Und wie jedes Mal nach einer Auslandsreise sind wir Allah sehr dankbar dafür, dass wir wieder helfen konnten und sind sehr aufgeregt auf das, was uns noch bevorsteht. Hazret-i Mevlana sagte einst so schön: “Sei Dir Gewiss; dass der Verlust des Materiellen vorteilhaft für die Seele ist. Es sieht zwar nach Verlust aus, ist aber eine große Bereicherung für die Seele.”

 

Diese schönen Erzählungen zeigen uns, dass Menschen mit hohen Tugenden ausgestattet sind. Natürlich ist das Helfen sehr wichtig und hat einen hohen sozialen Wert. In Gemeinschaften, in denen die Zusammenarbeit in hohem Maße stattfindet, sind die Menschen friedfertiger, glücklicher und erfolgreicher. Wir können erst dann zufrieden mit uns sein, wenn wir empathisch sind und helfen dürfen. Möge Allah uns das Helfen stets ermöglichen.

 

2018-11-30T09:42:46+00:0021 November 2018|
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